Die Regeln des Go-Spiels sind schnell erklärt und können in drei Regeln sowie einer kurzen Erläuterung zur Abrechnung zusammengefaßt werden:

  • Regel 1: Die zwei Spieler setzen abwechselnd einen Stein ihrer Farbe auf einen freien Schnittpunkt, wobei Schwarz beginnt. Der Stein bzw. die Steinkette, zu der dieser Stein gehört, muss dabei mindestens eine Freiheit, d. h. ein waagerecht oder horizontal benachbartes freies Feld, haben. Alternativ dürfen die Spieler auch auf ihren Zug verzichten (passen). Ein bereits gesetzter Stein wird nicht mehr bewegt.

  • Regel 2: Verliert ein gegnerischer Stein oder eine gegnerische Steinkette durch einen solchen Zug die letzte Freiheit, so wird der Stein bzw. die Steinkette vom Brett entfernt.

  • Regel 3: Wurde vom Gegner im letzten Zug ein Stein geschlagen und könnte der Stein, den der Gegner gesetzt hat, im nächsten Zug zurückgeschlagen werden, sodass die indentische Brettstellung wie vor dem letzten Zug des Gegners entsteht, so ist der Zug nicht erlaubt.

  • Abrechnung: Das Spiel endet, sobald beide Spieler nacheinander gepasst haben. Danach werden alle gefangenen Steine vom Brett entfernt und in die Gefangenenschale gelegt. Für jeden Stein in der Gefangenenschale und jeden umzingelten Gitterpunkt gibt es einen Punkt. Gegebenenfalls bekommt Weiß zudem noch zusätzliche Punkte, um den Anfangsvorteil von Schwarz auszugleichen (Komi). Gewonnen hat, wer mehr Punkte hat. Bei Gleichstand endet die Partie unentschieden (Jigo).

Allerdings folgt aus diesen Regeln ein sehr komplexes Spiel und schnell ergeben sich bei Anfängern Nachfragen. Daher bieten wir neben den Regeln einen kleinen Go-Kurs an, der in fünf kurzen Lektionen etwas ausführlicher in das Spiel einführt.

Selbstverständlich gibt es beim Go auch offizielle Spielregeln, die von den nationalen Go-Verbänden in Fernost formuliert wurden und z. B. bei Turnieren ihre Anwendung finden. Sie sind deutlich umfachreicher und sollen möglichst alle Sonder- und Problemfälle mit abdecken. Im Folgenden finden Sie die japanischen Go-Regeln vom 10. April 1989, wie sie im Wesentlichen in Deutschland und Europa auf Spielabenden und Turnieren Anwendung finden, die offiziellen Regeln des Chinesischen Weiqi-Verbandes in der Fassung von 1988 und die von Ing Chang-Ki erdachten „SST-Regeln“.